
ZENSUR & SHADOWBAN
Seien wir mal ehrlich: Wer als DJ heute versucht, auf YouTube oder TikTok live zu gehen, fühlt sich nicht wie ein Musikkünstler, sondern wie ein Gejagter der Algorithmen-Polizei. Du dropst einen Track, der Übergang sitzt millimetergenau, die Crowd im Chat feiert den Vibe – und BÄM! Bildschirm schwarz. Stream gekillt.
Und jetzt kommt die scheinheilige Doppelmoral, bei der jedem passionierten DJ die Hutschnur platzt: Such mal auf YouTube nach elektronischer Musik. Da findest du unzählige Kanäle, die stundenlange DJ-Sets vor einem billigen, animierten 10-Sekunden-Video-Loop hochladen. Ganze Compilations laufen da völlig ungestört über 8 bis 10 Stunden durch, scheffeln Millionen Klicks und werden nicht mal mit dem Hintern angeguckt! Aber stellst du dich selbst mit Schweiß und Herzblut an die Decks und mixt in Echtzeit, schlägt die Zensurkeule binnen Minuten zu.








